Transaktionale Shared Service Center

Haben sich Shared Service Center (SSC) bewährt und etabliert, stellt sich die Frage „Quo Vadis Next Generation?“. Optionen wie eine Internationalisierung des SSC-Portfolios, globale Leistungserbringung, die Integration und Entwicklung von Mehrwertdiensten oder die Optimierung der Multifunktionalität und des Sourcing werden diskutiert. Häufig werden diese Optionen von SSC-Verantwortlichen in Summe, quasi als ein Entwicklungspaket betrachtet. Die Praxis, maßgeblich beeinflusst von Komplexitätstreibern und Kundenanforderungen, zeigt jedoch Vorteile eines Entwicklungspfads entlang einer klar fokussierten und priorisierten Roadmap.

Beispiel Model für transaktionale SSC Steuerung und resultierende Erfolgsfaktoren

In einem aktuellen HR-Projekt bereitet ConMendo zusammen mit einem Klienten eine SSC-Weiterentwicklung vor. Im ersten Schritt ist eine neue, strukturelle und inhaltliche Aufstellung und Refokussierung der SSC-Organisation vorgesehen. Der Weg zum SSC 4.0 soll geebnet werden, Kunden und Stakeholder sollen klare Signale erhalten. Konkret wird die bisherige SSC-Organisation mit einer klassischen HR-Administrations-aufteilung (Abrechnung, First Level, Administration und IT) neu ausgerichtet. Die Aspekte Transfermanagement und Sourcing spielen hierbei eine wesentliche Rolle. Im Zielbild wird sich das SSC als Partner für das Management von komplexen HR-Prozessen positionieren und als Experte/Single Point of Contact für Sourcingdienste agieren.

Die Veränderungen erfordern neben einem Umdenken der gesamten SSC-Belegschaft vor allem eine Neuausrichtung der bisherigen Strukturen und Abläufe: Die HR SSC-Produkte werden künftig gemäß ihrer Transaktionalität und Komplexität organisiert; unterschiedliche Komplexitäts- und Standardisierungsstufen definieren den Umfang der Produkte sowie die Leistungserbringung. Einfach bis mittelkomplexe Themen werden – mit Skaleneffekten – an speziell geschulte Sourcing-Dienstleister vergeben. Lediglich komplexe oder konzernkritische HR-Produkte werden unternehmensintern von einem erfahrenen Team bearbeitet.

Die Weiterentwicklung des SSC bringt verschiedene Herausforderungen mit sich: hinsichtlich der Mitbestimmung, des IT-System-/Plattformzugriffes sowie der Transparenz über Komplexitäts- und Standardisierungsgrade über das Produktportfolio hinweg. Wie bei allen Transformationsaufgaben ist auch hierbei eine gründliche Detailarbeit gefragt. Eine genaue und über die einzelnen Abteilungen spezifische Planung der Umsetzung mit klaren Leistungskennzahlen (KPI) und Erfolgsfaktoren hilft dabei, sich frühzeitig mit kritischen Themen wie Datenschutz, Pricing, Qualifizierung oder Recruiting zu befassen.

Am Ende einer erfolgreichen Transformationsphase stabilisiert ein weiterer operativer Baustein den Weg zu einem internationalen SSC 4.0. Weitere Informationen erhalten Sie bei Tobias Kühr (Büro Düsseldorf) unter 0151 – 276 55 276 oder tobias.kuehr@conmendo.de.

 

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